02.08.2018

von B° RB

Die 5 KurFranken zeigen Geschlossenheit

Die Vertreter der fünf fränkischen Kurorte und Heilbäder – Bad Steben, Bad Rodach, Bad Staffelstein, Weißenstadt und Bad Alexandersbad – trafen sich im Juli 2018 zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in Bad Rodach

Die Vertreter der 5 KurFranken bei der Jahreshauptversammlung in Bad Rodach (von links): Tobias Ehrlicher (1. Bürgermeister Bad Rodach), Stine Michel (Geschäftsführerin der Bad Rodacher Bäder GmbH), Hans-Josef Stich (2. Bürgermeister Bad Staffelstein und Werksleiter Obermain Therme), Peter Berek (1. Bürgermeister Bad Alexandersbad), Ottmar Lang (Kurdirektor Bayer. Staatsbad Bad Steben), Manfred Busch (Vorstand KU Weißenstadt) und Bert Horn (1. Bürgermeister Bad Steben)

Erster Bürgermeister Tobias Ehrlicher begrüßte seine Kollegen und berichtete über die derzeitige Entwicklung in Bad Rodach. Vorstandsvorsitzender Peter Berek (1. Bürgermeister Bad Alexandersbad) machte deutlich, dass das Herausstellen von Gemeinsamkeiten der Schlüssel zum Erfolg für alle ist. Daher gilt es den Zusammenhalt zu pflegen und stets im Kontakt und Austausch zu bleiben.

Für das verbleibende Jahr 2018 und das kommende Jahr 2019 möchte die Gemeinschaft der fünf fränkischen Kurorte das Thema Wohnmobilstellplätze in den Mittelpunkt der Arbeit stellen. Vier der fünf Gemeinden verfügen bereits über Stellplätze in direkter Nähe zur örtlichen Therme und denken über eine mögliche Erweiterung nach. In Bad Alexandersbad planen engagierte Bürger derzeit, Stellflächen und die notwendigen Einrichtungen für Wohnmobile direkt hinter dem ALEXBAD zu schaffen.

Ein weiteres Schwerpunktthema der diesjährigen Jahreshauptversammlung galt der finanziellen Ausstattung der bayerischen Heilbäder und Kurorte. Die mit der staatlichen Anerkennung verbundenen Aufgaben stellen Pflichtaufgaben der Orte zur Sicherung des Prädikats dar. Damit einher gehen ein kontinuierlicher Investitionsbedarf und eine finanzielle Belastung durch den laufenden Betrieb. Doch gerade die Heilbäder haben großes Potential zur Entwicklung des ländlichen Raumes, vor allem in strukturschwachen Regionen. Die Strukturpolitik der bayerischen Staatsregierung habe zwar viel bewirkt, es brauche jedoch weiterhin Unterstützung, darüber waren sich alle Anwesenden einig.

Die Gemeinschaft der 5KurFranken fordert deshalb eine weitere Verbesserung der Finanzausstattung für Heilbäder und Kurorte. Dies gelte zunächst für eine starke Unterstützung bei den Investitionen in den Heilbadbetrieb und damit in den Gesundheitstourismus. Darüber hinaus muss auch die Finanzierung des laufenden Betriebes Unterstützung finden. Als Beispiel nannte Vorstandsvorsitzender Berek den Lastenausgleich im Bundesland Thüringen.

Der Bayerische Heilbäderverband, so berichtet der Vorsitzende Berek, sieht im Gesundheitstourismus eine enorme Zukunftschance für den ländlichen Raum. Investitionen in diesem Bereich schaffen Arbeitsplätze, verbessern die Erreichbarkeit von Gesundheitseinrichtungen sowie die Standortqualität von Industrie- und Dienstleistungsstandorten.

Den Bericht des Schatzmeisters Jürgen Kohmann gab in Vertretung der stv. Bürgermeister Hans-Josef Stich aus Bad Staffelstein. Die Rechnungsprüfer Stine Michel (Bad Rodach) und Manfred Busch (Weißenstadt) bestätigten die einwandfreie Kassenführung. Bei den anschließenden Neuwahlen wurde die bisherige Vorstandschaft in ihren Ämtern bestätigt. Nach einer kurzen Aussprache konnten sich die Versammlungsteilnehmer bei einer fachkundigen Führung durch Bürgermeister Tobias Ehrlicher durch die Therme von den vielfältigen Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten überzeugen.

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