17.07.2018

von B° RB

Coburger Wirtshauskultur

Ost-West-Dinner mit Zeitzeugengesprächen. Das Regionalmanagement Coburg lädt unter dem Motto "Coburger Wirtshauskultur" zu zwei Veranstaltungen der besonderen Art ein: Zeitzeugen geben persönliche Einblicke in die jüngere deutsch-deutsche Geschichte der Region und lassen die Vergangenheit lebendig werden

An der Gedenkstätte Billmuthausen finden sich Überreste der Dorfanlage, des von der ehemaligen DDR fast vollständig "geschliffenen" Dorfes

Mehrere Jahrzehnte lang verlief die innerdeutsche Grenze nur wenige Kilometer von Coburg entfernt und trennte Nachbarorte unmenschlich voneinander ab. Im gesamten Gebiet des Coburger Landes gibt es markante Orte der ehemaligen Grenze und viele Menschen mit spannenden Erfahrungen über die Zeit der deutschen Teilung.

Geschichte, wie sie in keinem Geschichtsbuch steht

Um einen Blick auf die jüngere deutsch-deutsche Geschichte der Region zu werfen, lädt das Regionalmanagement unter dem Motto „Wirtshauskultur“ zu zwei außergewöhnlichen Zeitzeugenabenden ein: 

Bei einer Führung zu historischen Gedenkstätten und einem anschließenden 3-Gänge-Menü mit typischen Gerichten aus dem damaligen Ost- und West-Deutschland können Teilnehmer die Erlebnisse von spannenden Zeitzeugen der Region aus erster Hand erfahren. „Wir wollen mit den Veranstaltungen die Teilnehmer für ein prägendes Stück Geschichte unserer Region sensibilisieren und sie durch eigens erlebte Geschichten lebendig werden lassen. Im Mittelpunkt stehen dabei persönliche Erlebnisse mit Bezug zur Region, anstatt reiner Fakten geschichtlicher Ereignisse“, erklärt Projektmanagerin Annabelle Menzner.  

Wirtshauskultur im Landgasthof Wacker

Die erste Veranstaltung findet am Freitag, 20. Juli, statt und beginnt um 18 Uhr mit einer Führung über die Gedenkstätte Billmuthausen. Dr. Rüdiger Stengel, Förderverein Gedenkstätte Billmuthausen, gibt einen Einblick in die Geschichte des von der ehemaligen DDR fast vollständig „geschliffenen“ Dorfes. Im Anschluss beginnt um 19 Uhr das Ost-West-Dinner im Landgasthof Wacker: Radio EINS Moderator Rico Böhme – der selbst viele Geschichten zum Thema Grenzerfahrung beitragen kann - führt durch den Abend, an dem die Zeitzeugen Dr. Heinz Köhler, ehemaliger Landrat von Kronach, und Willibert Lankes, ehemals Grenzpolizist in Neustadt, die Teilnehmer an ihren Erinnerungen und Erlebnissen aus der Grenzzeit teilhaben lassen.  

Wirtshauskultur im Gasthaus zum Auerhahn

Die zweite Veranstaltung am darauffolgenden Freitag, 27. Juli, startet um 18 Uhr mit einer Führung an der Gedenkstätte „Innerdeutsche Grenze – Grenzübergangsstelle Eisfeld-Rottenbach“, dem damaligen Grenzturm des Grenzüberganges. Gerd Braun, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Eisfeld, nimmt dort die Teilnehmer mit auf eine kleine Zeitreise zu Erinnerungen an eine aufwühlende Zeit. 

Unter Moderation von Oliver Schmidt, Redaktionsleiter des Coburger Tageblatts, folgen ab 19 Uhr beim anschließenden Ost-West-Dinner im Gasthaus „Zum Auerhahn“ weitere private Erinnerung an die Grenzzeit: Reiner Sesselmann, ehemaliger Landrat von Sonneberg, und René Hähnlein, ehemals politischer Häftling in der DDR, lassen die Gäste an ihrer persönliche Vergangenheit Anteil haben. 

Geschichte direkt vor der Haustüre

„Wir freuen uns, dass wir spannende Charaktere gefunden haben, die uns als Zeitzeugen an beiden Abenden zur Verfügung stehen und ihre Erlebnisse mit uns teilen. Die Erfahrungen der Zeitzeugen aus der Region bieten einen einzigartigen Blick auf unsere jüngere deutsch-deutsche Geschichte, die unmittelbar vor der eigenen Haustüre liegt, und lassen uns die Geschichte lebendig erfahren“, so Regionalmanager Stefan Hinterleitner. „Mit den beiden Gasthäusern haben wir außerdem den passenden Rahmen dafür gefunden: denn Wirtshauskultur bedeutet zusammenzukommen und sich auszutauschen.“

Wichtige Informationen zu den Veranstaltungen

Die Tickets für die Veranstaltungen sind nur im Vorverkauf bei den jeweiligen Gaststätten sowie in der Geschäftsstelle des Coburger Tageblatts erhältlich. Der Vorverkauf endet jeweils vier Tage vor der Veranstaltung. Der Preis für die Tickets liegt bei 25 € pro Person. Darin enthalten sind die Führung und die Vorträge, ein 3-Gänge-Menü mit Hauptspeisen vom Buffet und ein Begrüßungsgetränk. Weitere Getränke sind im Preis nicht enthalten. Die Veranstaltungen finden nur bei Erreichen einer Mindestteilnehmerzahl statt.

Bei Rückfragen zu den Veranstaltungen steht Ihnen Projektmanagerin Annabelle Menzner unter  09561 / 514-413 oder annabelle.menzner@region-coburg.de zur Verfügung. Alle Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie außerdem unter www.coburger-wirtshauskultur.de.

Infobox: 

Wirtshauskultur im Landgasthaus Wacker

Termin: Freitag, 20.07.2018

Programm:  

18 Uhr Führung Gedenkstätte Billmuthausen durch Dr. Rüdiger Stengel, Förderverein Gedenkstätte Billmuthausen

19 Uhr Ost-West-Dinner mit Zeitzeugengesprächen im Landgasthof Wacker

Zeitzeugen/Referenten: 

Dr. Heinz Köhler, ehem. Landrat Kronach

Willibert Lankes, ehem. Grenzpolizei Neustadt 

Moderation: Rico Böhme, Radio EINS Moderator

Wirtshauskultur im Gasthaus zum Auerhahn

Termin: Freitag, 27.07.2018

Programm: 

18 Uhr Führung Grenzturm Eisfeld durch Gerd Braun, ehem. Bürgermeister Eisfeld

19 Uhr Ost-West-Dinner mit Zeitzeugengesprächen im Gasthaus zum Auerhahn

Zeitzeugen/Referenten: 

René Hähnlein, ehem. politischer Häftling in der DDR

Reiner Sesselmann, ehem. Landrat Sonneberg 

Moderation: Oliver Schmidt, Redaktionsleiter Coburger Tageblatt

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