23.11.2015

von Bayerischer Heilbäder-Verband B° RB

Präventionsangebote für Pflegekräfte

Bayerischer Heilbäder-Verband entwickelt eigene Präventionsangebote für Pflegekräfte

BHV-Vorsitzender Klaus Holetschek überreicht den Gutschein über Freiaufenthalte für Pflegekräfte an Gesundheitsministerin Melanie Huml

Für Pflegekräfte soll es in Bayern künftig eigene und maßgeschneiderte Präventionsangebote geben. Der Bayerische Heilbäder-Verband und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) unterzeichneten auf dem 69. Bayerischen Heilbädertag in Bad Staffelstein eine Kooperationsvereinbarung. Gemeinsam wollen die beiden Verbände im Dialog mit Pflegekräften mehrtägige Präventionsmaßnahmen entwickeln. Ein erstes Pilotprojekt wird derzeit bereits in Bad Reichenhall erarbeitet. Der bpa unterhält bundesweit 9.000 Pflegeeinrichtungen mit 300.000 Mitarbeitern, 1.000 Einrichtungen davon sind in Bayern. „Nach dem AOK Report Pflege ist der Krankenstand der Beschäftigten in bayerischen Pflegeheimen um mehr als 40 Prozent höher als der Durchschnitt der Beschäftigten aller Branchen“, sagte der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder- Verbandes Klaus Holetschek zur Begründung für diese Initiative. „Das ist kein Wunder, denn Pflegekräfte arbeiten unter einer hohen psychischen und körperlichen Belastung. Wir müssen jetzt auch handeln. Die steigende Zahl von Pflegebedürftigen machen die Arbeit der Pflegekräfte zunehmend unentbehrlich.“

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml sagte beiden Verbänden ihre Unterstützung zu. „Dieses Projekt ist sinnvoll. Die Pflegekräfte gehören zu einer Berufsgruppe, die mit sehr viel Herz bei der Sache ist, um alle Anforderungen der Kranken und der Angehörigen zu erfüllen, und die darüber vergisst, auf sich selbst zu schauen.“ Mit den neuen Angeboten habe der Heilbäder-Verband „den richtigen Riecher“ bewiesen, so Huml. Der bpa-Bundesvorsitzende Bernd Meurer sagte: „Ja, wir haben einen hohen Krankenstand.“ Das hänge mit den gestiegenen Anforderungen an die Pflegekräfte zusammen. Was vor 20 Jahren noch in den Intensivstationen der Kliniken gelegen sei, liege jetzt als Schwerst-Pflegefall in den Heimen. Die hohen Erwartungen der Angehörigen übten ebenfalls einen Druck auf die Pflegekräfte aus. „Die Mitarbeiter sind aber das größte Kapital der Unternehmen, deshalb machen wir gerne mit. In 20 Jahren werden wir vier Millionen Pflegebedürftige haben. Unser Anliegen ist deshalb, unsere Mitarbeiter gesund zu halten.“ Als symbolische Geste der Wertschätzung überreichte Holetschek an Ministerin Huml und Meurer je einen Gutschein über zehn Freiaufenthalte für Pflegekräfte in bayerischen Kurorten.

Ergebnisse der Vorstandswahlen

Die Delegierten des Bayerischen Heilbädertages bestätigten Klaus Holetschek einstimmig als ersten Vorsitzenden des Bayerischen Heilbäder-Verbandes. Der 51- jährige CSU-Landtagsabgeordnete steht seit 2006 an der Spitze des Verbandes. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Bürgermeister Alois Brundobler aus Bad Füssing, als Geschäftsführer fungiert weiter der Bad Füssinger Kurdirektor Rudolf Weinberger. Neu im Amt als Schatzmeister ist Peter Berek, Bürgermeister aus Bad Alexandersbad. Sein Vorgänger Sepp Höfer trat aus Altersgründen nicht mehr an. Er wurde auf dem Heilbädertag zum Ehrenmitglied ernannt.

Zu Beisitzern wurden gewählt: Frank Oette (Kurdirektor Bad Kissingen), Gabriella Squarra (Kurdirektorin Bad Reichenhall-Bayerisch Gmein), Stephan Köhl (ab 1. Januar Geschäftsführer T egernseer T al T ourismus GmbH), Sepp Barth (Kurdirektor Bad Kötzting) und Max Hillmeier ( Tourismusdirektor Bad Hindelang). Ergänzt wird der Vorstand durch die Vorsitzenden des Marketingausschusses und der Preiskommission, Thomas Jahn (Kurdirektor Bad Aibling) und Ernst A. Stapfer (Werkleiter, Europa Therme Bad Füssing). Ausgeschieden aus dem Vorstand sind Georg Overs (ehemals Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH) und Werner Angermüller (Kurdirektor Bad Königshofen). Beide traten aus beruflichen Gründen nicht mehr an.

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